KlM-I

Historie – Entstehung KlM-International

Entstehung KlM-International

 

Unsere KlM wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts schnell über die deutschen Landesgrenzen hinaus bekannt und bei den Jägern beliebt. Schon 1921 wurde der Niederländische Heidewachtel-Club gegründet. 1947 wurde er neu gegründet. In den 40-er Jahren verlagerte sich das Prüfungsgeschehen bei den KlM immer mehr von Deutschland nach Österreich. In Tschechien wurde 1935 eine KlM-Organisation gegründet. KlM wurden in den skandinavischen Ländern gezüchtet und geführt. 1968 wurde der dänische KlM-Club gegründet, welcher sich sehr aktiv und erfolgreich bis heute weiterentwickelte. In Frankreich und Luxemburg wurden ebenfalls KlM gezüchtet und auch auf Ausstellungen sehr erfolgreich vorgestellt. Internationale Prüfungen fanden vornehmlich in Österreich und Tschechien statt. Man kann also sagen, dass die KlM schon im vergangenen Jahrhundert eine internationale Historie hatten. Die Zahlen waren noch überschaubar und viele Züchter und Führer über die Grenzen hinweg in Kontakt. Ausstellungen und Prüfungen verbanden die Aktivitäten.

Feldprüfung 1976 in Dänemark v.l.n.r.: Rüde „Dirck“ 01182/75 mit Führer E. Danielsen, 1. Vorsitzender des Dänischen Münsterländer-Klubs; Hündin „Steengards Assi“ 26419/74, Int. Ausstellung Otterup 1976 beste Hündin, mit Führer P. Porsild; Rüde „Dachs von der Ochtum“ 74-0823 Führer Rolf Kanngieser (Deutschland)

Leider entwickelten sich nach dem zweiten Weltkrieg die nationalen Zucht- und Prüfungsaktivitäten immer mehr auseinander. Das lag zum einen an den unterschiedlichen jagdlichen Traditionen, den verschiedenartigen Jagd- und Wildverhältnissen sowie den rechtlichen Rahmenbedingungen. Dazu kam, dass im Ausland die Zuchtvereine nicht selbständig waren und bis heute von ihren nationalen F.C.I. Mitgliedsorganisationen abhängig sind, welche auch die Ahnentafeln ausstellen. Zum anderen lag es auch daran, dass es keine systematischen grenzübergreifenden Kooperationen oder Koordination gab. Zucht- und Prüfungsaktivitäten kamen nur durch einzelne Züchter und Führer über die Grenzen hinweg zustande.

 

In den 90-er Jahren und weit bis in das neue Jahrtausend hinein waren ausländische Führerinnen und Führer mit ihren KlM auf unseren deutschen Prüfungs- und Zuchtschauveranstaltungen selten geworden. Die guten Kontakte und der rege Erfahrungsaustausch mit den KlM-Freunden insbesondere aus dem benachbarten Ausland waren eingeschlafen bis auf vereinzelte Verbindungen auf Züchterebene. Es wuchs das Problem, dass sich in manchen Ländern eigene KlM-Hundetypen entwickelten, abhängig von unterschiedlichen praktischen und traditionellen Jagdverhältnissen. Der ursprüngliche und vielseitige Charakter der KlM drohte langsam zu verwässern und in nationalen Varianten zu münden. Die Zahl der im Ausland gewölften KlM war inzwischen größer als in Deutschland. Die F.C.I., als internationale Vereinigung der Rassezuchtverbände, sorgte zwar für die Einhaltung des Rassestandards im Körperbau und Haar – nicht aber für einheitliche Leistungsstandards. Eine breite, internationale Leistungszucht nach vergleichbaren Kriterien war nicht möglich. Nach unserer Auffassung sollte der KlM jedoch als vielseitiger Jagdgebrauchshund langfristig erhalten bleiben. Nur, wie konnte dies erreicht werden?

 

Seit einigen Jahren hatten es in Deutschland die kontinentalen Vorstehhunderassen Deutsch Drahthaar und Deutsch Kurzhaar sowie einige andere Jagdhunderassen wie z.B. die Teckel vorgemacht: Sie hatten Weltverbände für ihre Rassen gegründet. Internationale Prüfungen werden auf der Grundlage einheitlicher Prüfungsordnungen durchgeführt. Ein direkter Einfluss auf die Zuchtentwicklung und –steuerung ist zwar auch in den Weltverbänden nur sehr begrenzt möglich, da die Zuchtentscheidungen immer in den Händen der nationalen F.C.I. Mitgliedsorganisationen liegen. Und das Verhältnis eines nationalen Rasseverbands zu seiner F.C.I. Mitgliedsorganisation von Land zu Land unterschiedlich ist. Trotzdem kann in einem Weltverband vieles grenzübergreifend diskutiert, koordiniert, abgestimmt oder vereinheitlicht werden. Auch der regelmäßige Erfahrungsaustausch ist sehr wichtig. Für dieses alles ist der menschliche, persönliche Kontakt entscheidend.

2. Internationales Treffen am 29.09.2005 v.l.n.r.: Lena Gillstedt (Schweden), Bernd-Dieter Jesinghausen (Deutschland), Tom McDonald (Nordamerika), Dr. Jürgen Böhm (Deutschland), Henrik Raae Andersen (Dänemark), Petr Buba (Tschechien), Cor Bottenheft (Niederlande), Urs Hoppler (Schweiz)

So kam es nach mehrjährigen Vorbereitungen im Frühjahr 2006 zur Gründung eines Weltverbandes für die
KlM-Rasse: KlM-International (KlM-I).

 

Vier Jahre waren nötig, bevor am 20. Mai 2006 in Fulda/Almendorf die Vertreter von acht ausländischen KlM-Vereinen zusammenkamen. Es waren Gäste aus USA, Österreich, Holland, Dänemark, Frankreich, Tschechien, Schweiz und Schweden gekommen, um an der Gründungsversammlung teilzunehmen. Bis heute sind noch die KlM-Vereine aus Belgien und Norwegen dazu gestoßen. Viele Fragen standen erst einmal im Raum:

  • Welche Ziele wollen wir verfolgen?
  • Wie kann man Zucht-und Prüfungsergebnisse miteinander vergleichen?
  • Welche jagdlichen, organisatorischen und rechtlichen Bedingungen sind zu berücksichtigen?
  • Welche Traditionen spielen eine große Rolle?
  • Will vielleicht das deutsche Mutterland der Rasse die gewachsenen ausländischen Vereine durch KlM-I an die Leine nehmen, um die Entwicklungen besser kontrollieren zu können?
  • Wo sollen die Schwerpunkte der Arbeit in den nächsten Jahren liegen?
  • Welche Vorteile haben die Züchter und Führer von KlM-I? usw.

 

Es wurde viel diskutiert und die freundliche Grundstimmung, der Wunsch, Gemeinsamkeiten zu stärken sowie die persönlichen Kontakte wurden immer besser. Der Abend wurde immer länger und heute erinnern sich die Teilnehmer noch gerne an die Gespräche und die gemütlichen Stunden im Hotel Berghof im Dorf Almendorf bei Fulda.

Gründungsversammlung am 20.05.2006 in Fulda Die Gründungsmitglieder

Am nächsten Tag wurden dann einstimmig die Gründung des Weltverbandes sowie die Satzung beschlossen und das erste Präsidium gewählt. Neben dem Präsidenten, der regelmäßig aus dem Mutterland der Rasse kommt, stehen zwei Vizepräsidenten aus dem Ausland sowie ein Geschäftsführer auf Vorschlag des Präsidenten. Gewählt wurden neben Bernd-Dieter Jesinghausen Cor Bottenheft aus den Niederlanden und Henrik R. Andersen aus Dänemark. Geschäftsführer wurde Dr. Jürgen Böhm, dessen Nachfolgerin seit 2010 Jacqueline Mette wurde. KlM-I vereinigt zurzeit ca. 10.000 Mitglieder. Ca. 2.700 Welpen kommen jährlich in den Mitgliedsvereinen zur Welt.

Hauptversammlung 18.07.2010 in Nürnberg Die Vertreter der Mitgliedsländer v.l.n.r.: Urs Hoppler und Ernst Krebs (Schweiz), Atle Johannesen (Norwegen), Jiří Kec und Petr Buba (Tschechien), Peter Hübler und Thomas Niederecker (Österreich), Cor Bottenheft (Niederlande), Nanda Adriaansen (Belgien), Tom McDonald (Nordamerika), Henrik Raae Andersen (Dänemark) kniend

Es wurde auch eine sogenannte Kooperationsvereinbarung zwischen KlM-I einerseits und der F.C.I. sowie dem VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) andererseits geschlossen. Diese muss jedoch noch Seitens der F.C.I. mit Leben erfüllt werden und darf nicht nur auf dem Papier stehen bleiben.

 

Das erste größere Projekt sollte die Entwicklung einer internationalen Ausleseprüfung für unsere KlM sein. Eine Arbeitsgruppe, in der KlM-Vertreter aus Österreich, der Tschechischen Republik, Niederlande, Frankreich und Deutschland zusammenarbeiteten, entwickelte zwei Jahre lang das Konzept für die Prüfungsordnung. Der Verband für Große Münsterländer Jagdhunde beteiligte sich ebenfalls an der Arbeit. Anschließend wurden Probeläufe der neuen Prüfungsordnung in Österreich und in Deutschland durchgeführt. Alle Erfahrungen wurden sorgfältig ausgewertet und die Prüfungsordnung mit dem Namen Internationale Münsterländer-Prüfung (IMP) wurde abschließend von der Hauptversammlung von KlM-I 2012 verabschiedet und beschlossen.

 

Ohne Geduld, Beharrlichkeit und guter Zusammenarbeit können wir den langen Weg, der noch vor uns liegt, nicht bestehen, um unseren Züchtern weltweit eine langfristig stabile, gesunde und leistungsfähige Zuchtbasis für den klassischen Kleinen Münsterländer zu garantieren und viele vergleichbare, verlässliche Informationen über das Zuchtmaterial, über Prüfungen, Gesundheitsrisiken, Blutlinien usw. anzubieten.

 

Diese Motivation wünschen wir allen Beteiligten! Nur so können wir langfristig das Potential, welches in der 150-jährigen Zucht steckt, bewahren und weiterentwickeln sowie ihren Wert erhalten.

 

 

Das „Strichhündchen“ wurde 2004 von Heiner Meiling entworfen und ist das Logo von KlM-International.

 

 

 

 

 

 

10 Jahre KlM-International – Aufbau, Gründung, Entwicklung

Satzung

Stand 14.11.2014

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Satzung
für den
Verband Kleine Münsterländer-International (KlM-I)

1. Ziele, Zweck

1.1 Der Verband Kleine Münsterländer-International (KlM-I) ist ein freiwilliger Zusammenschluss von nationalen KlM-Rassevereinen, welche den Klei-nen Münsterländer Jagdhund züchten und führen. Es ist das Ziel, den ho-hen F.C.I.-Standard dieser Rasse international zu sichern, Wesen, Ge-sundheit und jagdliche Gebrauchsfähigkeit ebenso zu fördern wie auch die Zucht-, Ausbildungs- und Haltungsbedingungen zu vereinheitlichen. Die Interessen der Jagdhunderasse sollen einheitlich und wirkungsvoll gegen-über nationalen sowie internationalen Organisationen und Verbänden ver-treten werden. Praktische Erfahrungen sollen grenzübergreifend ausge-tauscht, internationale Prüfungen gemeinsam durchgeführt und grundsätz-liche Rasse-, Gebrauchs- und Organisationsangelegenheiten geregelt, sowie die nationalen KlM-Rassevereine einheitlich beraten werden.

1.2 Die Kleinen Münsterländer sind eine alte Jagdhunderasse. Die Erhaltung und Förderung der jagdlichen Gebrauchsfähigkeit unter tierschutzgerech-ten Bedingungen ist wichtigster Zweck dieses Internationalen Verbandes.

1.3 Der Internationale Verband soll die Betreuung der KlM-Rasse in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den nationalen Rassevereinen unterstützen. Er konzentriert sich auf grundsätzliche und internationale Themen und respektiert die Souveränität und historisch gewachsenen Verhältnisse der nationalen Rassevereine.
2. Namensgebung

2.1 Der Internationale Verband führt den Namen „Verband Kleine Münster-länder-International“ (KlM-I), ist ein eingetragener Verein nach deutschem Recht und hat seinen Sitz in Nürnberg.

2.2 Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenord-nung. Der Verein ist selbstlos tätig. Einwirtschaftlicher Geschäftsbetrieb ist von seiner Tätigkeit ausdrücklich ausgeschlossen. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mit-glieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf kei-ne Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

2.3 Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

3. Mitgliedschaft

3.1 Mitglied dieses Internationalen Verbandes können alle nationalen Rasse-vereine von Kleinen Münsterländern werden, welche nach ihren Statuten diese Rasse auf der Grundlage des F.C.I. Standards Nr. 102 betreuen.

3.2 Interessierte nationale Organisationen bzw. Rassevereine, die nach der Gründung beitreten wollen, erhalten bei der Geschäftsstelle dieses Ver-bandes einen Aufnahmeantrag. Über den Aufnahmeantrag entscheidet anschließend der Vorstand von KlM-International. Diese Entscheidung ist in der nächsten Mitgliederversammlung von KlM-International zu geneh-migen.

3.3 Eine Kündigung ist mit zwölfmonatiger Frist zum Ende eines Kalenderjah-res möglich. Eine fristlose Kündigung seitens KlM-International ist zuläs-sig, wenn in schwerwiegender Weise gegen die Ziele und Regeln von KlM-International verstoßen wird. Die Entscheidung trifft der Vorstand. Diese Entscheidung muss von der nächsten Mitgliederversammlung ge-nehmigt werden. Die fristlose Kündigung ist jedoch mit Zugang vorläufig wirksam.

3.4 Jedes Mitglied hat die Aufgabe, die KlM-Rasse durch gemeinsam prakti-zierbare, einheitliche Reglungen in grundsätzlichen und internationalen Fragen zu stärken sowie die Interessen seines nationalen Rassevereins zu vertreten. Bis zum 31. Januar jeden Jahres müssen die Mitglieder dem KlM-International die Zahlen ihrer Mitglieder, der Zwinger, der Würfe und der Welpen aus dem vorangegangenen Jahr nennen.

3.5 Sitzungen, Dokumente und Verhandlungen werden in deutscher Sprache geführt. Der Schriftverkehr ist außerdem in englischer und französischer Sprache möglich.

4. Organe

4.1 Oberstes Organ von KlM-International ist die Mitgliederversammlung. Die Geschäfte werden vom Vorstand geführt. Dieser kann weitere Personen oder Gremien berufen, welche die Arbeit zwischen den Mitgliederver-sammlungen vorbereiten und unterstützen.

5. Mitgliederversammlungen

5.1 Ordentliche Mitgliederversammlungen finden mindestens alle zwei Jahre statt. Hier werden alle grundsätzlichen Angelegenheiten von KlM-International beraten und beschlossen bzw. genehmigt, die Vorstandsmit-glieder gewählt und entlastet sowie Satzungsänderungen mit Zweidrittel-mehrheit vorgenommen. Alle anderen Beschlüsse bedürfen der einfachen Mehrheit.

Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand schriftlich einberufen.

5.2 Jedes nationale Mitglied hat eine Stimme. Die offizielle Vertretungsberech-tigung muss jedes Mitglied durch seine nationale Mitgliederversammlung regeln und nachweisen. Zusätzlich hat der Präsident von KlM-International eine Stimme. Alle Abstimmungen erfolgen offen, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Präsidenten. Anträge sind mit einer Frist von zwei Monaten einzureichen. Schriftliche Abstimmungen haben auf Antrag des Vorstandes oder von mindestens fünf Mitgliedern zu erfolgen. Be-schlussfassungen zu Anträgen, die nicht auf der Tagesordnung stehen, sind nicht möglich.

5.3 Über die gefassten Beschlüsse ist eine Niederschrift aufzunehmen. Die Niederschrift ist vom Versammlungsleiter zu unterschreiben. Diese Ver-sammlungsprotokolle müssen zeitnah erstellt und allen Mitgliedern zuge-stellt werden.

6. Vorstand

6.1 Der Vorstand hat unter Berücksichtigung der Autonomie der nationalen Zuchtvereine die Ziele und Zwecke gemäß Nr. 1 dieser Satzung zu reali-sieren und dabei auch die Zusammenarbeit der nationalen Rassevereine untereinander zu fördern.

6.2 Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, zwei Vizepräsidenten und einem Geschäftsführer. Die Wahl erfolgt auf einer ordentlichen Mitglie-derversammlung für jeweils vier Jahre. Das Mutterland der KlM-Rasse stellt den Präsidenten. Der Geschäftsführer wird vom Präsidenten bestellt und von der Mitgliederversammlung bestätigt. Nach deutschem Vereins-recht wird KlM-International vom Präsidenten sowie vom Geschäftsführer – jeweils alleinberechtigt – als vertretungsberechtigter Vorstand nach § 26 BGB vertreten.
Der Vorstand nach § 26 BGB ist ermächtigt zu redaktionellen Änderun-gen der Satzung und Änderungen, die auf Grund von Beanstandungen des Registergerichts oder zur Erlangung der Gemeinnützigkeit erforder-lich sind.

6.3 Der Vorstand kann zu seinen Sitzungen nichtstimmberechtigte, beraten-de Gäste einladen bzw. weitere Personen mit wichtigen Aufgaben be-trauen. Bei Abstimmungen gilt die einfache Mehrheit, bei Stimmen-gleichheit gilt Nr. 5.2 entsprechend.

6.4 Der Vorstand hat die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Verbandes sparsam und unter Berücksichtigung der Gemeinnützigkeit zu führen. Der Mitgliederversammlung sind eine Jahresabrechnung und ein Wirt-schaftsplan vorzulegen. Mitgliedsbeiträge müssen ebenfalls von der Mit-gliederversammlung beschlossen werden.

7. Satzungsänderungen, Auflösung des Vereins

7.1 Satzungsänderungen müssen auf der Tagesordnung der Einladung zur entsprechenden Mitgliederversammlung näher bezeichnet sein. Die Ta-gesordnung muss den Mitgliedern spätestens sechs Wochen vor der Versammlung zugegangen sein.

7.2 Die Auflösung des Vereins kann nur mit Zweidrittelmehrheit der Mitglie-der beschlossen werden. Die Mitgliederversammlung kann die Auflö-sung auch aus anderen Gründen beschließen. Sie bestimmt gleichzeitig einen Liquidator und beschließt über die Verwendung des Vermögens des Vereins.

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an eine andere gemeinnützige Organi-sation des Jagdgebrauchshundwesens, die es unmittelbar und aus-schließlich für gemeinnützige Zwecke im Sinne dieser Satzung zu ver-wenden hat.

8. Übergangs- und Schlussvorschriften

8.1 Bei Nichtigkeit einzelner Satzungsbestimmungen soll der Vorstand die übrige Satzung beibehalten und die erforderlichen Änderungen im Ver-einsregister eintragen lassen, soweit dadurch nicht der erklärte Sinn und Zweck der ursprünglichen Satzungsbestimmungen geändert wird. Glei-ches gilt für redaktionelle Änderungen.

8.2 Diese Satzung wurde am 22. Mai 2006 in Fulda / Almendorf einstimmig beschlossen und von den Gründungsmitgliedern unterzeichnet und am 30.09.2012 sowie am 19.10.2014 von der Hauptversammlung ergänzt.

Autenried, den 19. Oktober 2014

Dietrich Berning(Präsident),  Jacqueline Mette (Geschäftsführer)

Kooperationsvereinbarung mit der F.C.I.

Kooperationsvereinbarung als PDF
Kooperationsvereinbarung
zwischen der Federation Cynologique Internationale (FCI)
und dem
Verband Kleine Münsterländer – International (KIM-1)

Stand: 07.12.2006

Präambel
Die Federation Cynologique Internationale – im weiteren FCI genannt – ist der weltweit führende kynologische Dachverband für Zucht und Ausbildung von Hunden aller Rassen mit gegenwärtigem Sitz in Thuin (Belgien). Sie untersteht gemäß Art. 1 ihrer Statuten dem belgischen Recht. Ihre Mitglieder sind nationale Kennel-Clubs, die auf nationaler Ebene die in den Statuten der FCI festgesetzten Zielsetzungen verwirklichen sollen.
Der Verband für Kleine Münsterländer – International (KIM-1) – im weiteren Weltverband genannt – ist bestrebt, die von ihm vertretene Rasse Kleine Münsterländer auf Basis seiner Statuten und des FCI-Standards Nr. 102 weltweit zu betreuen. Der Weltverband hat seinen Sitz in Nürnberg. Mitglied des Weltverbandes können alle nationalen Rassevereine von Kleinen Münsterländern werden, welche nach ihren Statuten diese Rasse auf der Grundlage des FCI-Standards Nr. 102 betreuen.
Beide Vertragspartner haben die Absicht, sich gegenseitig in allen kynologischen Bereichen zu unterstützen und schließen zu diesem Zweck die nachfolgende Vereinbarung.

§ 1 Rechtliche Grundlagen
1. Die Parteien verpflichten sich, zur Erreichung der Zielsetzungen dieses Vertrages gemäß § 2 ihren Einfluss weltweit in der FCI, in deren Organen , deren Institutionen und Mitgliedsverbänden einerseits und im Weltverband und in dessen Organen, dessen Institutionen und Mitgliedsvereinen andererseits, geltend zu machen.
2. Der Weltverband erwirbt durch den Abschluss dieser Kooperationsvereinbarung keine Mitgliederrechte in der FCI und kann auch künftig keine solche Mitgliederrechte erwerben. Die Mitgliedschaft in der FCI ist ausschließlich nationalen kynologischen Verbänden vorbehalten.
3. Die FCI erwirbt durch den Abschluss dieser Kooperationsvereinbarung keine Mitgliederrechte im Weltverband und kann auch künftig keine solche Mitgliederrechte erwerben . Die Mitgliedschaft im Weltverband ist nationalen rassespezifischen Vereinen vorbehalten.
4. FCI und Weltverband anerkennen und respektieren die in der jeweiligen Organisation zusammengefassten Vereine und Verbände. Die Vertragspartner bemühen sich, diese nach Möglichkeit zu fördern.
5. Der Weltverband setzt sich dafür ein, dass seine Mitgliedsvereine auch Mitglieder des Mitgliedsverbandes der FCI im betreffenden lande sind. Dies gilt allerdings nur für Länder, in denen die FCI eine kynologische Organisation als Mitglied aufgenommen hat.
6. Die FCI wird nur mit einem Weltverband je Rasse eine solche Kooperationsvereinbarung unterzeichnen.

§ 2 Gemeinsame Zielsetzungen
Die Vertragspartner beabsichtigen im Rahmen der Vereinbarung folgende
kynologischen Zielsetzungen zu verwirklichen:
1. Umsetzung und Einhaltung des weltweiten Geltungsbereiches des FCI- Standards für die vom Weltverband betreute Rasse entsprechend der Standardforderungen des Ursprungslandes der Rasse;
2. Weltweite Sicherstellung der im Rassestandard geforderten Wesens- und Leistungseigenschaften;
3. Weltweite Erhaltung der Gebrauchsfähigkeit;
4. Weltweite Sicherstellung der für die Rasse geforderten Gesundheitsmerkmale;
5. Kooperation in grundsätzlichen kynologischen Fragen, insbesondere solchen von nationaler oder internationaler politischer Bedeutung;
6. Die vorgenannten Zielsetzungen, sofern diese einer detaillierten Regelung bedürfen, in einer rassespezifischen Zusatzvereinbarung, zu formulieren .

§ 3 Aufnahme neuer Mitglieder
Beide Vertragspartner sind bestrebt sicherzustellen, dass die Mitgliedsvereine des Weltverbandes als Mitglieder der FCI aufgenommen werden, indem diese die Mitgliedschaft bei den zuständigen nationalen Kennel-Clubs der FCI erwerben.
Zur Bündelung künftiger kynologischer Interessen werden daher die Vertragspartner vor der Aufnahme neuer Kennel-Clubs seitens der FCI bzw. rassespezifischer Mitgliedsvereine seitens des Weltverbandes sich gegenseitig über die jeweilige nationale Situation orientieren .
In diesem Zusammenhang erklären auch die Parteien ihre Bereitschaft, in denjenigen Ländern, in denen der andere Vertragspartner noch nicht präsent ist, ihre bereits bestehenden Kontakte zur Verfügung zu stellen, um so mit gemeinsamer Unterstützung und Hilfe den jeweiligen Wirkungsbereich zu erweitern.

§ 4 Lösung von Problembereichen
Beide Vertragspartner sind sich darüber im Klaren, dass es in Einzelfällen Probleme zwischen den bestehenden Organisationen geben kann. Diese können im Wesentlichen auf Differenzen auf nationaler Ebene basieren und ganz unterschiedliche Ursachen haben. Die Vertragspartner bekunden ihre Absicht, alles daran zu setzen, um derartige Probleme im gegenseitigen Einvernehmen zu lösen. Ist eine kooperative Lösung jedoch, trotz beiderseitigem Bemühen, kurzfristig nicht erzielbar, werden beide Partner die Zusammenarbeit unter vorläufiger Ausklammerung einzelner Probleme unverändert fortsetzen .

§ 5 Wirksamkeit, Dauer und Auflösung
Diese Vereinbarung tritt mit der Unterzeichnung durch die Parteien in Kraft. Sie bleibt gültig bis eine der Parteien der anderen schriftlich die Kündigung zustellt. In diesem Fall endet die Vereinbarung sechs Monate nach Erhalt des Kündigungsschreibens.

Dortmund, Bundesrepublik Deutschland, 07. Dezember 2006

gezeichnet:
Federation Cynologique Internationale
(Hans Müller) Präsident

gezeichnet:
Verband für Kleine Münsterländer – International (KIM-1)
(Bernd-Dieter Jesinghausen) Präsident

Zur Kenntnis genommen von dem für den Standard zuständigen Landesverband der FCI:
Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V.
Christofer Habig (Präsident)

Präsidium

 

 

 

Organisationsplan

Protokolle Hauptversammlung

 

Kurzprotokolle Präsidiumssitzung