AKTUELLE INFORMATION

(jm 04.10.2016)

+++ Internationale Münsterländerprüfung 23.-24.09.2016 in Österreich  +++

Internationale Münsterländerprüfung und Hauptversammlung von KlM-I in Österreich um Ardagger anlässlich 10 Jahre KlM-I und 80 Jahre ÖVMü

 

Die Hauptversammlung von KlM-Deutschland hat im März 2016 beschlossen, die Internationale Münsterländerprüfung in den Varianten A und B als Zuchtvoraussetzung anzuerkennen. Dies ist auch in Frankreich geschehen. Ausrichter der diesjährigen Internationalen Münsterländerprüfung in den Varianten A und B war der Österreichische Verein für Große und Kleine Münsterländer (ÖVMü). Die Prüfung fand am 23./24.09.2016 um Ardagger, parallel mit einer VGP, die Präsidiumssitzung von KlM-I sowie die Hauptversammlung von KlM-I statt. Im Anschluss an die Prüfung wurde eine Zuchtschau abgehalten.

 

 An der IMP-A sind vier Kleine Münsterländer aus Deutschland angetreten, drei Hunde haben die Prüfung erfolgreich absolviert. Eine Hündin schied am Wasser aus.

 

Zur IMP-B sind fünf Kleine Münsterländer aus Deutschland und Österreich sowie ein Großer Münsterländer aus Deutschland angetreten. Drei Kleine Münsterländer haben die Prüfung bestanden.

 

Nach der Begrüßung im Innenhof des Stifts Ardagger fuhren die Gruppen am Freitagmorgen in die sehr gut mit Niederwild besetzten Reviere in Donaunähe. Das anspruchsvolle Gewässer war ein Altarm der Donau. Die Hunde konnten ihre Anlagen im Feld, Wasser und Wald in internationalen Richtergruppen unter Beweis stellen. Einen Verpflegungsposten gab es unter freiem Himmel.

 

Am Samstagvormittag arbeiten die Hunde der A-Variante die Schweißfährten und die verbliebenen Feldfächer. Einen Mittagsimbiss gab es bei strahlendem Sonnenschein am Mostbirnhaus in Ardagger, auf dessen Gelände auch die Zuchtschau stattfand.

 

Aufgrund des hervorragenden Wetters wurde die Hubertusmesse, umrahmt von Jagdhornbläsern, im Innenhof des Stifts Ardagger zelebriert. Hier fand auch die Preisverleihung für die IMP und die VGP statt. Suchensieger der IMP-A wurde Richard Heinz mit Dax vom Arberwald und Suchensieger der IMP-B Ludger Schulte mit Dix von der Wieke. Als schönste Hündin der Zuchtschau wurde Diana vom Arberwald gekört und erhielt das CACA.

 

Den Abend verbrachte man festlich mit allen Teilnehmern, Richtern und Organisatoren der IMP und VGP sowie Gästen im Gasthof Wallseerhof.

 

Die IMP hat wieder einmal zum internationalen Austausch beigetragen.
Fotos von der Veranstaltung finden Sie hier...

 

Prüfungsergebnisse IMP-A

Dax vom Arberwald (KlM), Richard Heinz (D), 713 Punkte

Diana vom Arberwald (KlM), Johannes Fellner (D), 694 Punkte, sil.

Anni von der Reuterstadt (KlM), Astrid Gutt (D), 673 Punkte, sil.

Cara Badaine (KlM), Ernst Zeimetz (D), n.b.

Prüfungsergebnisse IMP-B

Dix von der Wieke (KlM), Ludger Schulte (D), 472 Punkte

Basco vom Tachentriegel (KlM), Alexander Schnepps (A), 426 Punkte, sil.

Ida von der Weisach (KlM), Markus Richter (D), 366 Punkten, sil.

Nora vom Sülztal (GM), Stefan Endl (D), n.b.

Inka von der Weisach (KlM), Michael Richter (D), n.b.

Chiara vom Quellgrund (KlM), Andreas Stegbuchner (A), n.b.

 

AKTUELLE INFORMATION

(jm 30.09.2016)

+++ Internationale Münsterländerprüfung 23.-24.09.2016 in Österreich  +++

 

Prüfungsergebnisse IMP A

 

Prüfungsergebnisse IMP B

AKTUELLE INFORMATION

(jm 11.05.2016)

+++ Präsidiumssitzung KlM-I am 13./14.02.2016  +++

Am 13./14.02.2016 tagte das Präsidium von KlM-International in Hamminkeln. Als Gast konnte Ken Bremer von der Landesgruppe Nordamerika (KlM-GNA), dem assoziiertem Mitgliedsverein, begrüßt werden.

Die Präsidiumsmitglieder berichteten über Neuigkeiten in den Mitgliedsländern. In den Niederlanden, bei der Nederlandse Vereniging van Heidewachtelliefhebbers, steht Cor Bottenheft nicht zur Wiederwahl zur Verfügung. Sein Nachfolger soll Harrie Verhoeven werden.

In Frankreich wird ab 2016 ein Wurfabnahmeprotokoll durch die Tierärzte ausgestellt. Diese Neuerung wurde vom französischen Kennelclub in Zusammenarbeit mit der Dachorganisation der Tierärzte eingeführt. Außerdem erhalten ab 2016 alle Welpen generell einen Geburtsschein. Ebenfalls neu ist, dass alle Arbeitsprüfungen auf der Außenseite der Pedigrees abgebildet werden. Bestandene Prüfungen werden im Pedigree eingetragen, so dass ersichtlich ist, welche Hunde aus Leistungszucht stammen. Die IMP wurde in Frankreich bereits als Kriterium für die Leistungszucht anerkannt. Im letzten Jahr wurde in Frankreich erstmals eine Laut- und Spurarbeitsprüfung ausgerichtet.

In Dänemark wurden erstmals die Weltverbände für Jagdhunderassen anerkannt. Eine neue Prüfungsordnung in Anlehnung an die JGHV Prüfungen wurde von fünf Clubs akzeptiert und soll vom dänischen Kennelclub anerkannt werden.

Zur diesjährigen Hauptversammlung der Kleinen Münsterländer in Deutschland steht die IMP als Zuchtvoraussetzung zur Abstimmung.

Seit der Hauptversammlung 2015 ist KlM-GNA nun Mitglied bei KlM-D und seit 2016 Mitglied im JGHV.

Das Präsidium diskutiert, wie der Dialog mit den Mitgliedsländern verstärkt werden kann. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, den Internationalen Zuchtausschuss umzuwandeln in eine Internationale Zuchtwartetagung.

VDH und JGHV haben gemeinsam mit den Weltverbänden ein Logo „Jagdhund“ entwickelt, welches künftig auf Antrag von KlM-I vergeben werden kann an Welpen, welche nach den Kriterien des Mutterlandes Deutschland gezüchtet worden.

Die Homepage von KlM-I soll in diesem Jahr neu aufgebaut werden.

Anlässlich der diesjährigen IMP soll die Hauptversammlung KlM-I mit 10 jährigem Jubiläum stattfinden.

 

Jacqueline Mette

 

AKTUELLE INFORMATION

(jm 15.05.2015)

+++ Präsidiumssitzung KlM-I am 27./28.02.2015  +++

Am 27./28.02.2015 fand eine Präsidiumssitzung KlM-I in Hamminkeln statt. Die wichtigsten Informationen und Neuigkeiten in Kurzform:

 

Der § 17 der deutschen Zuchtordnung besagt unter anderem, dass ausländische Deckakte vom Deckrüdenbesitzer beim deutschen Verbandszuchtwart mindestens vier Wochen vor dem geplanten Deckakt anzumelden sind. Dies kann der deutsche Deckrüdenbesitzer nur, wenn sich der Züchter rechtzeitig meldet! Ein Nichteinhalten dieser Frist ist ein Verstoß gegen die deutsche Zuchtordnung und der Deckrüdenbesitzer wird entsprechend geahndet. Alternativ wird der Deckakt nicht stattfinden.

 

Um Rückmeldungen über die ausländischen Deckakte zu erhalten, wurde ein dreisprachiges Formular entworfen.

 

Beim Einsatz von deutschen Deckrüden im Ausland muss ab dem 01.07.2015 ein kostenpflichtiger Deckschein bei der deutschen Zuchtbuchstelle beantragt werden. Die Kosten betragen 31 €/Deckschein. Die ausländischen Deckakte werden nicht auf die Deckakte in Deutschland angerechnet.

 

KlM GNA (Group North America) erhält bei KlM-I einen Gaststatus.

 

In diesem Jahr wird die IMP in Tschechien am 05./06.09.2015 in der Nähe von Brno stattfinden. Achtung der Termin wurde vorverlegt!

 

 

Jacqueline Mette

AKTUELLE INFORMATION

(jm 24.10.2014)

+++ Dietrich Berning ist neu gewählter Präsident von KlM-I +++

Die Hauptversammlung von KlM-I hat am 19.10.2014 Dietrich Berning (Präsident KlM-D) als neuen Präsidenten von KlM-I gewählt. Der bisherige Präsident KlM-I Bernd-Dieter Jesinghausen wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Beide Vizepräsidenten Cor Bottenheft und Henrik Raae Andersen bleiben im Amt.

 

DSC05985klein

 

von links: Dietrich Berning, Bernd-Dieter Jesinghausen 

 

 

Jacqueline Mette

 

AKTUELLE INFORMATION

(jm 24.10.2014)

+++ 10 Jahre KlM-International (KlM-I) – Aufbau, Gründung, Entwicklung -  +++

Der Beginn

Die Kleinen Münsterländer waren bei den Jägerinnen und Jägern wegen ihrer Vielseitigkeit bekannt und beliebt. Man konnte im Feld, im Wald und im Wasser mit ihnen jagen. Sie arbeiteten vor dem Schuß und nach dem Schuß. So war es seit vielen Jahrzehnten in Deutschland. Systematisch und langfristig war die Zucht immer weiter entwickelt und stabilisiert worden. Immer häufiger wurden Deckrüden über die Grenzen hinaus eingesetzt oder Welpen in viele europäische Länder und nach Übersee verkauft. Mit der Zeit wurden Fragen drängender wie, „was wird aus diesem Zuchtpotential im Ausland?“, „fördern wir die Erhaltung oder die Veränderung unserer Rasse?“, „könnten wir KlM nicht nur exportieren sondern auch Importieren?“ usw. Die Zahlen der Kleinen Münsterländer waren international immer größer geworden, es gab inzwischen in vielen Ländern KlM-Clubs, aber sie wussten nur sehr wenig voneinander. Das sollte anders werden!

 

Wir wollten mehr voneinander wissen, wir wollten Erfahrungen austauschen können, voneinander lernen, Gemeinsamkeiten in der Zucht entwickeln und die Zusammenarbeit fördern. Wir beschlossen in unserer Satzung, „ es ist unser Ziel, den hohen FCI-Standard dieser Rasse international zu sichern“ und „die Erhaltung und Förderung der jagdlichen Gebrauchsfähigkeit ist wichtigster Zweck dieses internationalen Verbandes“. Wir haben auch beschlossen, „die Souveränität und historisch gewachsenen Verhältnisse der nationalen Rassevereine zu respektieren“.

 

Diese Ziele waren grundsätzlich einleuchtend. Mit der Umsetzung in die Praxis begannen jedoch ungeahnte Schwierigkeiten: die Repräsentanten der nationalen Vereine kannten sich wenig oder gar nicht, die rechtliche Einbindung in die nationalen Organisationen, wie z.B. die Kennel Clubs, stellten sich als sehr unterschiedlich heraus, die Zuchtordnungen waren und sind zum Teil sehr unterschiedlich, die Regelungen für Anlage- oder Leistungsprüfungen waren und sind nach wie vor sehr unterschiedlich und nicht zuletzt waren auch die jagdlichen Schwerpunkte für die Kleinen Münsterländer in fast jedem Land unterschiedlich. Zusammengefasst stellten wir fest, dass die nationalen Interessen und Möglichkeiten der Rassevereine nur sehr schwer zu ermitteln und unter einen Hut zu bringen sind.

 

Wir haben es trotzdem begonnen! Es ging nur langsam und in sehr kleinen Schritten voran. Vor zehn Jahren haben wir mit dem Aufbau der internationalen Organisation begonnen. 2006 wurde sie offiziell als Kleine Münsterländer-International in der Form eines gemeinnützigen Vereins gegründet. Das Präsidium von KlM-I rückte in den acht Jahren seiner Zusammenarbeit menschlich und sachlich immer enger zusammen. So wurde es möglich, gemeinsam Initiativen, Strategien und Konzepte zu entwickeln und voran zu bringen.

 

 

Unsere Satzungsziele und Aufgaben:

Ziele:

  • Internationale Sicherung des hohen FCI-Standards der Rasse durch Erhaltung und Förderung der jagdlichen Gebrauchsfähigkeit

 

Aufgaben:

  • Zuchtbedingungen vereinheitlichen (Ausbau der vielseitigen Leistungszucht),

  • Die Interessen der Rasse einheitlich und wirkungsvoll gegenüber nationalen und internationalen Organisationen und Verbänden vertreten (Aufbau der Kooperation mit der FCI und den nationalen Kennelorganisationen),

  • Internationale Prüfungen durchführen und praktische Erfahrungen austauschen (internationales Prüfungswesen konzipieren und realisieren),

  • Grundsätzliche Rasse-, Gebrauchs- und Organisationsangelegenheiten regeln,

  • Nationale KlM-Vereine einheitlich beraten

 

Was wurde erreicht?

Da wir nur über beschränkte Mittel und Möglichkeiten verfügen, haben wir erst einmal mit der Organisation unserer Arbeit und Zusammenarbeit begonnen und versucht, mehr Transparenz in der umfangreichen Zucht- und Prüfungsarbeit bei unseren Mitglieder zu schaffen. Wir konzentrierten uns dann auf die Themen Verbreitung der vielseitigen Leistungszucht, die Entwicklung vonKontakten zur FCI und den nationalen Kennelclubs sowie das Konzept und die Realisierung einer Internationalen Münsterländerprüfung.

 

Vielseitige Leistungszucht international

Zahlreiche, oft fruchtlose Bemühungen und sehr viel Zeit kostete es, eine internationale Transparenz unter den Rassevereinen herzustellen, Zahlen und Informationen zu Mitgliedern, zu Welpen, zu Prüfungen oder zu Zuchtordnungen zu erhalten oder zu vergleichen. Die Verhältnisse sind so komplex unterschiedlich von Land zu Land, dass es heute nach 10 Jahren immer noch viele offene Fragen gibt. Da der Standard der Rasse über die FCI international einheitlich geregelt ist, ist hier vieles vergleich- und damit beurteilbar. Schwierig wird es, wenn es um die Leistungsanlagen der Rasse geht. Es gibt keine internationalen Empfehlungen und keine internationalen Vergleichbarkeiten. Ein gemeinsames Zuchtverständnis, ähnliche Zuchtziele und Zuchtregeln oder vergleichbare Kriterien für Leistungsanlagenprüfungen existieren nicht international. Trotzdem sind wir bei unserer Arbeit vorangekommen:

 

Wir wissen, dass heute der größere Teil der europäischen KlM-Population nicht aus standardgerechter vielseitiger Leistungszucht stammt. In vielen Ländern erhalten sogar Welpen FCI-Pedigrees ohne dass die Elterntiere überhaupt Anlagenprüfungen bestanden haben – von vergleichbaren Anlageprüfungen ganz zu schweigen. In vielen Ländern richteten sich die Züchter auf die speziellen Jagdarten ihrer Jäger aus und fördern damit die Entwicklung von KlM-Subtypen, bei denen die Vielseitigkeit verloren geht. Für die Zucht muss jedoch die Vielseitigkeit der Leistungsanlagen oberstes Ziel bleiben. Sonst verliert die Rasse die Fähigkeit, KlM durch Ausbildung und Training auf alle Arbeiten im Feld, im Wald und im Wasser zu spezialisieren – vor dem Schuß und nach dem Schuß! Diese Fähigkeit zur Spezialisierung durch die Ausbildung und Training ist ein grundlegendes Rassemerkmal, welches international bewahrt werden muss. Um dieses zu verdeutlichen, sprechen wir heute bei KlM-I vom „klassischen KlM“ und wollen ihn in der internationalen Zucht zunehmend verbreiten.

 

Nach langen Abstimmungen hatten wir KlM-Deutschland als Mutterland der Rasse 2013 gebeten, die notwendigen jagdlichen Anlagen der Rasse im internationalen Standard heraus zu stellen sowie zu ergänzen und dazu einen Vorschlag gemacht. Diesen hat KlM-Deutschland aufgegriffen und inzwischen gemeinsam mit dem VDH bei der FCI einen entsprechenden Antrag gestellt. Damit wird der „klassische KlM“ auch im internationalen Standard in Zukunft ein Stück besser als vielseitiger Jagdhund verankert.

 

KlM-Deutschland verzeichnete jahrelang mit ca. 70 Deckakten p. a. im Ausland den häufigsten Einsatz von Zuchtrüden im Ausland. So wurden auch kleine Populationen in Ländern gefördert und mit deutschen Blutlinien immer wieder aufgefrischt, die keine vielseitige Leistungszucht betreiben. Um den Gedanken der Leistungszucht international auch hier zu fördern, werden inzwischen deutsche Deckrüden nur noch im Rahmen vielseitiger Leistungszucht bei KlM-I Mitgliedsländern zugelassen. Das hat unter anderem zu einem deutlichen Rückgang der Deckakte deutscher Rüden im Ausland geführt. KlM-Deutschland hat sich auch unter der Verantwortung von Dietrich Berning konsequent für die Entwicklung gemeinsamer Interessen bei unserer internationalen Organisation eingesetzt und ist insbesondere Motor für die konsequente Verbreitung der vielseitigen Leistungszucht. Darüber hinaus wurden Anlageprüfungen und Zuchtschauen sowie Richterlehrgänge vom Mutterland der Rasse aktiv unterstützt. Durch die Förderung der internationalen Leistungszucht will KlM-Deutschland erreichen, dass hier in Zukunft auch mit mehr leistungsstarke Blutlinien aus dem Ausland gezüchtet werden kann. Ein besserer und wechselseitiger Blutlinienaustausch stärkt langfristig die Basis unserer Rasse und dient den KlM Populationen in allen Mitgliedsländern.

 

Wir haben im vergangenen Jahr die Funktion eines Obmanns für Leistungsprüfungen im Präsidium des KlM-I Verbandes geschaffen. Germain Klein aus Frankreich wurde mit dieser Aufgabe betraut. Seine Aufgabe ist es, einerseits die nationalen KlM-Vereine bei dem Auf- oder Ausbau von vielseitigen Anlagenprüfungen zu unterstützen und andererseits Anlagebeurteilungen international vergleichbar zu machen. Damit wollen wir die Umsetzung des zukünftigen KlM-Standards in unseren Mitgliedsländern fördern. 2012 hatte unsere Hauptversammlung dazu Mindestleistungen bei folgenden Anlagemerkmalen beschlossen: Nasenleistung, Apportierfreude, Suchen, Vorstehen, Spurwille, Arbeits- und Wasserfreude und Führigkeit. Stumm und waidlaut jagende Hunde werden von der Zucht ausgeschlossen. Dieses sind die Grundlagen für die vielseitige internationale Leistungszucht.

 

In mehreren Mitgliedsländern werden die KlM schon lange als vielseitige Jagdhunde gezüchtet und geprüft, In anderen Ländern werden schon die meisten der vorstehenden Anlagemerkmale erfasst und geprüft. Das könnte ausgebaut werden. In den restlichen Ländern besteht noch kein einheitliches Verständnis für die vielseitige Leistungszucht der KlM-Rasse.

 

 

Vielseitige Leistungszucht ist damit international noch lange nicht erreicht, aber wir haben die Voraussetzungen verbessert, Überzeugungsarbeit betrieben, internationale Kooperationen geschaffen und einige Schritte in die richtige Richtung geschafft. Es liegt noch viel Arbeit vor uns!

 

Kontakte zur FCI und nationalen Dachorganisationen (Kennel Clubs)

Die Entwicklung von Leistungszucht und von vergleichbaren Anlageprüfungskriterien stößt jedoch nicht allein bei nationalen Rassevereinen auf Probleme. Das größte Hindernis sind die nationalen Kennel Clubs in den verschiedenen FCI-Mitgliedsländern. Bis auf Deutschland geben alle anderen nationalen Kennel Clubs die Pedigrees (Ahnentafeln) an die Züchter aus. Über Einträge in diesen Papieren, wie z.B. Prüfungen, bestimmen nur die Kennel Clubs oder die Jagdhundedachorganisationen – nicht wie in Deutschland die Rassezuchtvereine.

 

Was ein Kennel Club nicht akzeptiert, kommt auch nicht in das Pedigree. Was nicht im Pedigree steht, ist auch wenig interessant für Züchter und Welpenerwerber. International ist bis heute nicht geregelt, ob und welche Anlagenprüfungen in das Pedigree eingetragen werden dürfen.

 

Wir haben daher zusammen mit dem deutschen JGHV eine Initiative beim deutschen Kennel Club (VDH) ergriffen, um bei der FCI auf bessere Lösungen für die internationale Leistungszucht zu drängen. Dieser Initiative haben sich bis heute alle deutschen Jagdhunderassen angeschlossen.

 

Auf Vorschlag von Henrik Andersen hatten wir Gelegenheit, Jørgen Hindse, Präsident des dänischen Kennel Clubs und der Nordischen Kennel Union, von dem Sinn unserer vielseitigen Leistungszucht zur langfristigen, internationalen Sicherung des „klassischen KlM“ zu überzeugen. Nach der gemeinsamen Sitzung mit unserem Präsidium in Hamburg versprach Jørgen Hindse, der zugleich auch Sprecher der Europagruppe in der FCI ist, in seinen Gremien unsere internationale Zuchtstrategie zu unterstützen. So finden sich zurzeit immer mehr Kräfte, die in internationalen Organisationen für gemeinsame Regelungen auf der Leistungsseite für Jagdhunderassen plädieren. Trotzdem liegt auch hier noch ein langer Weg vor uns – der Anfang ist jedoch gemacht!

 

Die Internationalen Münsterländer Prüfungen (IMP-A und IMP-B)

Ein weiterer wichtiger Schritt wurde vor Jahren bereits mit der Entwicklung und Erprobung eines Konzepts internationaler Anlagenprüfungen, den Internationalen Münsterländer Prüfungen IMP-A und IMP-B eingeleitet. Erfahrene KlM-Leute aus Tschechien, Österreich, Frankreich, Holland und Deutschland haben in mehrjährigem Engagement zwei Prüfungsordnungen erarbeitet. Beide Prüfungen ermöglichen Vergleiche des KlM-Zuchtpotentials auf einem fortgeschrittenen Leistungsanlagenniveau. Die Basisvariante IMP-B entspricht im Wesentlichen der deutschen Herbstzuchtprüfung und die Auslesevariante IMP-A ist eine anspruchsvolle Kombination von Anlage- und Leistungsprüfung. Der heutigen Hauptversammlung liegt der abschließende Beschlussvorschlag zu den letzten Fassungen der beiden Prüfungsordnungen vor. Wir arbeiten daran, dass die internationalen Münsterländer Prüfungen zukünftig von allen nationalen Rassevereinen beziehungsweise Kennel Clubs als Zuchtvoraussetzung für den „klassischen“ Kleinen Münsterländer akzeptiert werden.

 

Die beiden Prüfungsordnungen haben sich bereits bewährt, werden beachtet und stoßen auf kontinuierlich zunehmendes Interesse bei Züchtern und Führern. Seit 2010 wurde die IMP mit international besetzten Richtergremien in Österreich, Deutschland und Dänemark (in Kooperation mit der deutschen Landesgruppe Schleswig-Holstein) durchgeführt und erprobt. In zwei Wochen werden die IMP-A und die IMP-B von dem Niederländischen Heidewachtelverein (in Kooperation mit der deutschen Landesgruppe Rheinland) ausgerichtet. Dann haben mehr als 60 Führerinnen und Führer die Internationalen Münsterländer Prüfungen absolviert haben. Für 2015 hat der tschechische und für 2016 hat der französische Club für langhaarige Vorstehhunde angeboten, jeweils beide IMP auszurichten. KlM-Deutschland wurde gebeten, die Prüfungsordnungen bei der FCI zur internationalen Anerkennung (Homologierung) vorzulegen. An diese offizielle Anerkennung werden dann alle FCI Mitgliedsländer gebunden sein.

 

Die Entwicklung, Erprobung und Durchführung der beiden Prüfungsordnungen hat in den vergangenen sechs Jahren die internationale Zusammenarbeit unter den KlM-Rassevereinen sehr befruchtet. Internationale Leistungsrichter konnten in gemischten Teams zusammenarbeiten und praktische Erfahrungen austauschen. Die Führerinnen und Führer haben auch manche fröhliche Stunde in gemeinsamer Runde verbracht. Das hat uns alle näher gebracht.

 

Kooperation in der praktischen Zuchtarbeit, Fördermaßnahmen

Die praktische Zuchtsteuerung der nationalen Rassevereine liegt auf den Schultern der Zuchtwarte. Wir haben daher im vergangenen Jahr einen Internationalen Zuchtausschuss gegründet, in dem interessierte nationale Zuchtwarte zusammenarbeiten. Unter der Leitung des deutschen Verbandszuchtwarts Josef Westermann werden gemeinsame Themen diskutiert, zunehmend regelmäßige Informationen ausgetauscht und abgestimmt. Auf diese Weise ist ein praktischer „kleiner Grenzverkehr“ der Kommunikation entstanden, der sehr hilfreich ist und auch den praktischen Zuchtthemen international zu Gute kommen soll.

 

Trotz unserer knappen Finanzlage haben wir in der Vergangenheit immer wieder Führerinnen und Führer mit kleinen Zuschüssen unterstützt, die an ausländischen Prüfungen teilgenommen haben. Auf diese Weise sollten internationale Kontakte und der Erfahrungsaustausch vor Ort gefördert werden. Leider lässt uns der Haushalt hierzu zunehmend weniger Spielraum.

 

Was wurde nicht erreicht?

In allen Mitgliedsländern treffen wir auf ähnliche Situationen: es bestehen langjährige, feste Überzeugungen und Gewohnheiten. Vieles davon als Ergebnis langwieriger Entwicklungen, kontroverser Interessen und Diskussionen oder Kompromisse. Die Züchter, Mitglieder und Funktionäre haben lange an dem „Vereinsgebäude“ gebaut und fühlen sich dort heute überwiegend zuhause und gut aufgehoben. Die Bereitschaft etwas zu ändern ist begrenzt, da mit neuen Ideen, Vorgehensweisen und Zielen viel Ungewissheit gegen bewährte Verhältnisse eingetauscht werden müsste.

 

Der Gedanke der vielseitigen Leistungszucht erfordert mehr oder weniger umfangreiche Änderungen in Zucht- und Prüfungswesen. Dafür müssen Züchter, Funktionäre, Leistungsrichter und Jäger interessiert und begeistert werden. Da haben wir bisher viel zu wenig Überzeugungskraft und Erfolg gehabt. Außerdem müssen bei internationalen Vereinbarungen regelmäßig akzeptable Kompromisse gemacht werden. Die Bereitschaft, Kompromisse zu machen, ist leider noch sehr unterschiedlich ausgeprägt.

 

Kleine KlM-Populationen brauchen einen gut funktionierenden Blutlinienaustausch über die Grenzen hinweg. Andernfalls werden durch zu hohe Inzuchtkoeffizienten Gesundheitsrisiken gefördert. Wenn trotzdem Zuchtzulassungskriterien zum Beispiel durch das Bestreben nach einem hohen Leistungsausleseniveau immer mehr eingegrenzt werden, entstehen wachsende Probleme für Wesen und Gesundheit der KlM. Dem sollte entgegengearbeitet werden. Für unsere entsprechenden Ratschläge können wir bisher leider nur wenig Interesse wecken.

 

Um vernünftige Konzepte zu entwickeln, sind wir darauf angewiesen, Informationen, Zahlen und Antworten auf unsere schriftlichen Fragen zu erhalten. Wir konnten unsere Partner oft nicht vom Sinn oder der Dringlichkeit unserer Anliegen überzeugen.

Traditionen, Selbstverständnis und eingefahrene Wege auf der einen Seite und mangelnde Zeit, mangelnde Hartnäckigkeit, mangelnde Geduld oder fehlende Überzeugungskraft auf unserer Seite haben bisher verhindert, dass es bei den in der Satzung angestrebten grundsätzlichen Regelungen in Rasse-, Gebrauchs- und Organisationsangelegenheiten zu größeren Fortschritten gekommen ist. Auch spielen natürlich rechtliche Hindernisse in verschiedenen Ländern ebenfalls eine Rolle. Von einer vereinbarten Einheitlichkeit und grundsätzlichen Regelungen sind wir jedoch noch weit entfernt.

 

Das Interesse an und die Identifikation mit der Arbeit von KlM-International sind überwiegend in den „oberen Etagen“ der Mitgliedsvereine mehr oder weniger verbreitet. Die meisten Züchter und Hundeführerinnen sowie –führer können nur wenig oder nichts mit unserer Arbeit anfangen. Es ist uns noch nicht überzeugend gelungen, Sinn und Nutzen unserer Arbeit für die internationale KlM-Zucht rüberzubringen. Daher ist auch die Bereitschaft der Mitgliedsvereine, die finanzielle Ausstattung unserer Arbeit zu verbessern, sehr begrenzt. Dieser Umstand begrenzt wiederum die Wirkung unserer Arbeit. Bisher war es nur mit Spenden und privaten Zuschüssen möglich, unseren Haushalt in schwarzen Zahlen zu halten.

 

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann ich feststellen, dass unsere Entwicklung Geduld und Optimismus brauchte aber inzwischen Fahrt aufgenommen hat. Das Fundament für unsere Arbeit ist gelegt und hat sich gefestigt. Wir haben unsere Rolle in der internationalen Zuchtstrategie ebenso besetzt wie bei den internationalen Prüfungen, bei der internationalen Interessenvertretung und bei der praktischen, grenzübergreifenden Zuchtarbeit. Wir haben aber auch wichtige Aufgaben nicht oder nicht gut genug realisieren können. Das Interesse der nationalen Rassevereine sowie unser finanzielle Ausstattung sind noch sehr entwicklungsbedürftig. Hier können wir noch nicht zufrieden sein.

 

Auf diesem Weg haben in den vergangenen acht Jahren zunehmend viele KlM-Freundinnen und Freunde engagiert mitgearbeitet. Dies gilt insbesondere für die internationalen Prüfungen. Für die Entwicklung von Strategien und Konzepten haben sich viele Verantwortliche aus den verschiedenen nationalen KlM-Vereinen sehr intensiv eingesetzt.

 

Ihnen allen gilt meine Anerkennung und mein Dank! Persönlich danke ich unserer Geschäftsführerin Jacqueline Mette sowie meinen Kollegen Cor Bottenheft und Henrik Andersen für die vertrauensvolle, freundschaftliche Zusammenarbeit in unserem Präsidium. Ohne Ihre kontinuierliche und intensive Arbeit sowie die Mitarbeit der Gäste im Präsidium hätte KlM-International die heutige Wegmarke nicht erreichen können. Für den weiteren Weg von KlM-International wünsche ich allen viel Glück und Erfolg sowie eine gute Hand bei den zukünftigen Weichenstellungen.

 

Schwabach im Oktober 2014

Bernd-Dieter Jesinghausen

 

AKTUELLE INFORMATION

(jm 10.06.2014)

+++ Neuigkeiten aus Nordamerika – mit der Bitte um Beachtung! +++

SMCNA (Small Munsterlander Club of North America) hatte im Jahr 2011 die Absicht beschlossen, Landesgruppe beim Verband für Kleine Münsterländer Vorstehhunde e.V. werden zu wollen. Diese Absichtserklärung wurde 2012 vom neuen SMCNA-Vorstand zurückgezogen. Nach jahrelangen Verhandlungen erklärte der Verband für Kleine Münsterländer Vorstehhunde e.V. im Herbst 2013 die Zusammenarbeit mit SMCNA für beendet. Zusätzlich hat KlM-International die Mitgliedschaft von SMCNA zum 31.12.2014 gekündigt. Mehr Informationen dazu können Sie im KlM-Heft 3/2014 (Clubmagazin Deutschland) im Grußwort von Dietrich Berning nachlesen.

Kurze Zeit später hat sich in Hugo, Minnesota anlässlich einer JGHV-Prüfung ein kleiner Kreis von KlM-Hundeführern getroffen und beschlossen einen neuen, rechtsfähigen Verein, den KlM-GNA (Kleine Münsterländer-Gruppe-Nordamerika) zu gründen. Erklärtes Ziel dieser neuen Gruppe ist Landesgruppe bei KlM-Deutschland zu werden. Die Weichen dafür wurden durch Gespräche anlässlich der Hauptversammlung von KlM-Deutschland im März 2014 in Fulda gestellt. Auf der Hauptversammlung KlM-Deutschland wurde beschlossen, künftig nur noch diese Gruppe zu unterstützen. Wir bitten dies auch im Ausland zu beachten, denn diese Entwicklung hat weitreichende Konsequenzen sowohl für Deutschland als für Nordamerika.

1. Der Einsatz von Deckrüden und Samenexport ist ab sofort in Nordamerika ausschließlich bei KlM-GNA möglich. Werden deutsche Deckrüden / Samen in anderen Organisationen eingesetzt, stellt dies ein Verstoß gegen die deutsche KlM-Zuchtordnung dar.
2. Appel an alle Züchter – auch im Ausland: Bitte unterstützen Sie ausschließlich KlM-GNA mit Welpen. Bei einem Verkauf an andere Organisationen, gehen diese in einen Dissidenzverein.
3. Der Einsatz der deutschen Zucht- und JGHV-Leistungsrichter ist ab sofort in Nordamerika bei den Kleinen Münsterländern nur noch bei KlM-GNA möglich.
4. Doppelmitgliedschaften bei KlM-Deutschland und SMCNA sind nicht mehr möglich.

Jacqueline Mette

 

 

 

 

Jahresrückblick 2013

(bdj 24.01.2014)

Das Jahr 2014 ist bereits einige Wochen alt, Zeit innezuhalten und zurückzublicken. Liegen wir noch auf dem richtigen Kurs und wie weit sind wir vorangekommen?

Homepage

Ich möchte mit unserem neuen Internetgesicht, beginnen, welches uns 2013 ein halbes Jahr ausführlich beschäftigt hat. Inzwischen spielt sich auch die regelmäßige Aktualisierung und Einstellung von Informationen langsam ein. Wir können hier sicher noch besser und insbesondere schneller werden und bemühen uns, das Interesse unserer internationalen KlM Mitglieder für unsere Ziele und an unserer Arbeit zu vergrößern. Viele haben sich beim Aufbau unserer Homepage engagiert und verdienen unseren Dank. Ganz besonders möchte ich aber Ken Bremer aus USA und Germain Klein aus Frankreich hervorheben, die sehr Zeit und Mühen geopfert haben, um die deutschen Texte auf Englisch und Französisch zu übersetzen, ehrenamtlich versteht sich!

Für Kommentare, Anregungen und Verbesserungsvorschläge sind wir immer dankbar!

Internationale Münsterländer Prüfung (IMP)

050Nach zwei erfolgreichen Probeläufen in Österreich und in Deutschland (Nordbayern) fanden die IMP-A und die IMP-B 2013 nahe der deutsch-dänischen Grenze statt. Der dänische KlM-Club und die deutsche Landesgruppe Schleswig-Holstein haben die Prüfungen gemeinsam vorbereitet und durchgeführt – ein schönes Beispiel internationaler Zusammenarbeit. Der dänische Suchenleiter Peter Jürgensen und die schleswig-holsteinischen KlM Freunde hatten schließlich mit Geduld, Erfahrung und Professionalität die Prüfung auf die Beine gestellt. Die anschließende internationale Zuchtschau hatte Kalle Sachau sehr gut vorbereitet und geleitet. Die Reviere hatten einen guten beziehungsweise sehr guten Wildbesatz und das Prüfungslokal „Historischer Krug" in Oeversee bot einen besonders schönen Rahmen.

Die IMP-A zeigte sich wiederum als anspruchsvolle Anlagenprüfung auf Leistungsniveau und braucht in vieler Hinsicht den Vergleich mit der deutschen VGP nicht zu scheuen.

Die IMP-B wurde erstmals durchgeführt. Sie war auf Beschluss der KlM-I Hauptversammlung 2012 entwickelt worden. Sie soll für die KlM-I Mitgliedsclubs eine Anlagenprüfung auf dem Niveau der deutschen HZP ermöglichen. Diese Alternative zur IMP-A bietet allen KlM Führerinnen und Führern international die Chance, mit ihren KlM alle Voraussetzungen für die Leistungszucht zu beweisen. Alle Anlageanforderungen des Internationalen KlM-Standards können mit dieser Prüfung bestätigt werden. Der erste Probelauf in Oeversee hat gezeigt, dass wir mit diesem Prüfungskonzept auf dem richtigen Weg sind.

Beim Aufbau einer „internationalen KlM-Zucht" werden in Zukunft die beiden Prüfungen eine wichtige Rolle spielen und für Züchter sowie Führer noch interessanter werden.

Leider hat der Verband für Große Münsterländer an den diesjährigen Prüfungen nicht teilgenommen. Seine „vom Walde" Bundes-HZP lag leider terminlich auf dem gleichen Wochenende wie unsere IMP. Wir hatten im Vorfeld übersehen, den IMP-Termin rechtzeitig mit dem VGM abzustimmen. Auch etwas, das wir beim nächsten mal besser machen müssen.

Förderung der internationalen Leistungszucht

Foto-1 Zuchtschau 250pxWer sich nicht auf den Weg macht, der kommt nicht ans Ziel, auch wenn es am Anfang mühsam, langsam und umständlich ist, neue Wege zu beschreiten. Viele konkurrierende nationale Interessen sind zu integrieren, eingefahrene Wege und alte Gewohnheiten weiterzuentwickeln sowie Kompromisse zu finden. So ist das auch bei der internationalen Planung einer Rassezucht. Ich rede hier von der langfristigen Sicherung der Rasse des „klassischen" KlM als vielseitiger Jagdgebrauchshund. Auch 2013 haben wir uns weiterbewegt auf diesem Wege.

- Wir haben KlM-Deutschland, dem Mutterland unserer Rasse, einen Vorschlag zur Ergänzung des internationalen Rassestandards gemacht. Hier wird verdeutlicht, dass der KlM ein vielseitiger Jagdhund für die Arbeit vor dem Schuß, hinter dem Schuß, im Feld, im Wald und im Wasser ist. Es wird verdeutlicht, welche Eigenschaften und welche Anlagen zu seinem Profil gehören. KlM-Deutschland wird auf der nächsten Hauptversammlung über diese Ergänzungen beraten und beschließen. Anschließend ist der Beschluss dem deutschen VDH vorzulegen, welcher ihn dann an die FCI weiterleitet. Nach der Behandlung in der FCI wird der ergänzte Standard international gültig werden.

- Wir haben einen Internationalen Zuchtausschuß gegründet. Unter dem Vorsitz des deutschen Verbandszuchtwarts Josef Westermann arbeiten hier der dänische Zuchtwart Palle Jorgensen, der österreichische Zuchtwart Manfred Fragner und der französische Delegierte Germain Klein eng zusammen. Die praktische, grenzübergreifende Zuchtarbeit soll ebenso verbessert werden wie der Aufbau einer internationalen KlM Zucht und die Voraussetzungen zur langfristigen Sicherung des „klassischen KlM" als vielseitiger Jagdgebrauchshund.

- KlM-Deutschland hatte 2013 beschlossen, KlM-Züchter, die nicht einer Mitgliedsorganisation von KlM-I angehören, nicht weiter mit Deckrüden oder Sperma zu unterstützen. KlM-D wollte damit erreichen, dass Züchter, die weder KlM-D noch KlM-I unterstützen, in Zukunft auch nicht von deren Zuchtaktivitäten profitieren. Bei uns wird mit viel Engagement und viel finanziellem Aufwand professionelle Rassezucht betrieben. Da sollen sich nicht länger diejenigen einfach bedienen können, die sich nicht beteiligen wollen. KlM-I hat in diesem Zusammenhang beschlossen, international auch einzelnen Züchtern zu helfen, wenn sie sich einem benachbarten KlM-I Mitgliedsland anschließen und nach dessen Zuchtregeln züchten. Wenn sich mehrere Einzelzüchter zu einer größeren Gruppe zusammenschließen, kann diese Gruppe auch von KlM-I direkt bei ihrer Zuchtarbeit betreut werden.

- Wir haben mit den anderen deutschen Weltverbänden deutscher Jagdhunderassen sowie mit Unterstützung des deutschen VDH gemeinsame Initiativen eingeleitet, um die langfristige Erhaltung der Leistungszucht in Jagdgebrauchshunderassen zu fördern. Wichtigster Ansprechpartner für uns ist die FCI. Wenn wir dort gemeinsam auftreten, können wir unseren Forderungen mehr Gewicht verleihen. Es darf zum Beispiel nicht dabei bleiben, dass in vielen FCI Mitgliedsländern nur die aus dem anglistischen Raum stammenden Feldprüfungen oder Vogelhundprüfungen offiziell anerkannt und auf den Pedigrees eingetragen werden, nicht jedoch die Anlageprüfungen für die Leistungszucht deutscher Jagdhunderassen. Außerdem ist der grenzübergreifende Einsatz von Leistungsrichtern nicht weniger wichtig als der von Zuchtrichtern.

- Wir arbeiten daran, dass die von KlM-I gemeinsam mit den einzelnen Mitgliedsländern zertifizierten Prüfungen von den nationalen Kennelclubs, das heißt von den nationalen FCI Mitgliedsländern anerkannt und auf den Pedigrees eingetragen werden. KlM Dänemark hat eine vorbildliche Vereinbarung mit dem dänischen Kennelclub erreicht: die deutschen Zuchtprüfungen VJP und HZP sollen in Zukunft bei allen deutschen Vorstehhunderassen in Dänemark durchgeführt und anerkannt werden. Sie können auf FCI Pedigrees offiziell eingetragen werden.

- Leider konnte in den seit Jahren laufenden Verhandlungen mit dem amerikanischen KlM-Club SMCNA keine Einigung über die Ausgabe von FCI Pedigrees durch KlM-D erzielt werden. Damit ist die Voraussetzung für eine weitere Mitgliedschaft von SMCNA endgültig gescheitert. Das Präsidium hat daher die Mitgliedschaft von SMCNA fristgerecht gekündigt.

Ich möchte an dieser Stelle allen herzlich danken, die sich für die Zucht der KlM auch im vergangenen Jahr wieder eingesetzt haben und die sich für die Arbeit bei KlM-I engagiert haben. Besonderen Dank verdienen die zahlreichen Helfer bei unseren internationalen Prüfungen und der Internatonalen Zuchtschauen. Die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bei KlM-I ist auch Motivation für uns im Präsidium, mit Optimismus auf das vor uns liegende Jahr 2014 zu schauen. Dank gilt auch besonders den nationalen KlM-I Mitgliedsländern, die sich besonders für die Leistungszucht und eine enge Kooperation innerhalb KlM-I eingesetzt haben.

Neben den Prüfungsveranstaltungen, über welche unsere Homepage informieren wird, gibt 2014 auch wieder eine Hauptversammlung von KlM-I, näheres werden wir noch veröffentlichen. Wir freuen uns über ihr Interesse an unserer Arbeit.

Schwabach, im Januar 2014-01-24

Bernd-Dieter Jesinghausen